Neulich in einer großen österreichischen Supermarktkette: Kind im Kinderwagen und ich ziehen unsere Kreise, eilen zur Kasse, Kind ist quengelig. Kassiererin zieht das letzte Produkt über den Scanner und sagt: "Hatten Sie das schon mit?" und zeigt auf ein Süßigkeitenpackerl in der Hand meiner Tochter. Nein, hatten wir nicht, gestehe ich schuldbewusst. Kind griff einfach gemütlich nach rechts, hatte ja eine große Auswahl, sind ja alle Produkte bestens in Kinderaugen- und Kinderwagensitzhöhe direkt neben der Kasse platziert. Da es die Diebespremiere unserer Tochter war (hat eh 20 Monate gedauert!), zahlte ich auch dieses Produkt, worauf die Dame an der Kassa meinte: "Ja, ist ja schon alles verlockend ... und so nahe!" und mich mitleidig anschaute.
Jetzt frage ich mich: liegt die Kriminalität in unserer Familie? Denn tief aus meinem Unterbewusstsein taucht ein lange vergessenes Bild auf. Nebelschwaden auf dem Marktplatz meiner Heimatgemeinde. Ich will nach Hause spielen. Da! Eine Hand fasst mich und sagt: was hast du da? Ich weigere mich schreiend die Plastikwasserpistole herzugeben, die ich unter meinem Wetterfleck versteckt habe. Aber meine Mutter ist gnadenlos. Ich muss mein Diebesgut zurückgeben, da hilft alles nichts.
Fünfundreißig Jahre später befrage ich nun verstört meine Mutter über dieses erste Anzeichen einer Ausartung meines Genmaterials. Sie meint: Na, die hatten ja auch alles in so einem Regal an der Kasse stehen. Lauter Kleinzeugs für Kinder. Was haben wir Mütter uns immer geärgert.
Was nun, frage ich mich. Geht es anderen auch so? Sollen wir mit entwendeter Wasserpistole alle Verantwortlichen nassspritzen? Oder gar eine Petition starten? Mal sehen .... vielleicht zieh ich meiner Kleinen ja vorerst auch nur diesen Schlafanzug an (Just gorgeous):
Posts mit dem Label im Supermarkt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label im Supermarkt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 25. Oktober 2009
Abonnieren
Posts (Atom)
