Dienstag, 1. Dezember 2009

Brauche Haare

Am Sonntag entdeckte Töchterchen einen von meinen Haargummis, der plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht war. Ich nehme an, er befand sich zwischenzeitlich in einem Paralleluniversum, dort wo auch die meisten meiner anderen Haargummis zu sein pflegen.

Alle paar Wochen  erwerbe ich kostengünstig eine Mehrfachpackung dieser nützlichen Utensilien. Um nach kürzester Zeit wieder festzustellen: es hält sie einfach nicht bei mir. Wahrscheinlich rotten sie sich mit den verschwundenen Socken aus der Waschmaschine zusammen, um irgendwann in großer Überzahl die Weltherrschaft zu übernehmen.

Aber zurück zu den Haaren. Wir Frauen scheinen ja obsessiv mit unseren Haaren beschäftigt zu sein. In den letzten 10 Jahren war ich wahrscheinlich genau einmal nach einem Friseurbesuch zufrieden. Ich hab sehr viele, sehr dicke Haare. Jede Friseurin bricht in pures Entzücken aus. Wie schön! Wie ungewöhnlich! "So schönes dichtes Haar" pflegen sie zu sagen. Und versagen dann kläglich.

All meine Babyfotos zeugen von vielen, vielen dunklen Haaren. Töchterchens Papa und ich haben uns vor der Geburt von Töchterchen ausgemacht: die Nase vom Papa, die Haare und Augen von der Mama, die Ohren ebenfalls von der Mama, die Intelligenz von ähem .....

Haarmäßig hielt sich Töchterchen leider nicht an die Vereinbarung. Sie kam zwar mit dichtem dunklem Haar auf die Welt, ging das erste Jahr dann aber fast glatzköpfig durchs Leben. Inzwischen hat sich da schon wieder einiges zusammengemausert, man kann schon fast von einer Frisur sprechen. Aber für ein Zöpfchen reichen die Haare leider noch immer nicht.

Das schien auch Töchterchen klar zu sein, als sie besagten Haargummi fand, versuchte ihre Haare zusammenzufassen, dann mich ansah und sprach:
"Mami. Brauche Haare!"

Freitag, 27. November 2009

Impression

Passend zur Vorweihnachtszeit. Aus dem Buch Sunny Rhymes for Happy Children aus dem Jahr 1917.

sunny rhymes


Twinkle, twinkle little star ...

Irgendwann ist es so weit, und Mama kann die klassischen Kinder-CDs nicht mehr hören. Leider weigert sich Töchterchen, sich dem Mama-Geschmack auch nur hin und wieder anzupassen und kommentiert jedes Liedstück mit Nein. Nein. Nein. Nein .........

So weichen wir seit kurzem auf fremdsprachige Musikstücke aus, darunter eben "Twinkle, twinkle little star". Leider fand ich online viele, viele gruselige Versionen, eine aber ist sehr gut und professionell. Visuell find ich es ja nicht so berauschend, Töchterchen ist aber sehr angetan und klatscht jedesmal Beifall, wenn Sie es sehen oder hören darf.



Für diejenigen unter euch, die lieber selber singen:

Twinkle, twinkle, little star,
How I wonder what you are!
Up above the world so high,
Like a diamond in the sky!

When the blazing sun is gone,
When he nothing shines upon,
Then you show your little light,
Twinkle, twinkle, all the night.

Then the traveller in the dark,
Thanks you for your tiny spark,
He could not see which way to go,
If you did not twinkle so.

In the dark blue sky you keep,
And often through my curtains peep,
For you never shut your eye,
Till the sun is in the sky.

As your bright and tiny spark,
Lights the traveller in the dark,—
Though I know not what you are,
Twinkle, twinkle, little star.

Montag, 23. November 2009

Verschnaufpause

Wieder einmal ein kurzer "Verschnaufpause"-Post.

Töchterchen saugt die Welt in sich auf, und kriegt nicht genug. Mama und Papa sind schon lange bettreif, wenn Töchterchen noch fordert: Spielen! Malen! Aussi gehn!

Da uns irgendwann die Luft ausgeht, und wir uns über ein paar Minuten Durchschnaufen freuen, darf Töchterchen ein paar Minuten Zeit am Computer verbringen. Ja, Töchterchen wird erst 22 Monate! Ja, wir schauen darauf, dass sie nicht überfordert wird! Ja, Töchterchen verbringt ihre Zeit vor allem mit Kindern und realen Spielen. Ich denke wir haben einen sehr sorgsamen Umgang was Medienkonsum betrifft.

Aber wie gesagt, ein paar Minuten darf sie auch nur auf dieser Seite verbringen (natürlich mit uns): Poisson Rouge

Und um euch von der Nettigkeit und Harmlosigkeit zu überzeugen, nachfolgend ein Screenshot.

chor

Auf Poisson Rouge findet ihr verschiedene einfache Spielereien für Kinder verschiedener Altersgruppen. Alle sehr liebevoll gemacht. Das reicht von den Manderln die ihr hier seht, die Frère Jacques im Chor singen, bis hin zu einfachen Alphabet-Übungen. Ich verleihe der Seite das Prädikat wertvoll.

Überzeugt euch selbst!

Sonntag, 22. November 2009

alte Leidenschaften

Heute habe ich seit langer Zeit zum ersten Mal wieder einer alten Leidenschaft gefrönt.

Deren gäbe es viele!

Aber die meisten dieser alten Leidenschaften lassen sich leider noch nicht wieder in das Leben integrieren. Zu wenig Zeit. An allen Ecken und Enden.

Deshalb hab ich mich heut am vormittag für ein Stündchen davongeschlichen. Nicht ganz so geheim, das geht einfach nicht mit kleinem Töchterchen. Aber dennoch. Und bin dann flux Richtung Flohmarkt geeilt.

Auf den diversen Flohmärkten habe ich in der Vergangenheit viele Sonntagvormittage verbracht. Anfangs einfach zum Stöbern, irgendwann hab ich alte schöne Blechdosen gesammelt und alte Spiele.

Diese alten Spiele müssen für Töchterchen jetzt auch mal gesichtet werden, das meiste lagert bei einem meiner Brüder auf dem Dachboden.

In den letzten zwei Jahren wurde der "Stöbertrieb" vor allem über ebay befriedigt. Heute musste es aber wieder mal das reale Sichten von Sachen sein. Und wen wundert es. Gekauft wurde natürlich nur für Töchterchen.

Einmal eine sehr hübsche Puppengehschule aus den 60er Jahren. Samt Puppe. Diese wurde von mir dazuverhandelt. Ich mag die meisten Puppen ja nicht besonders gerne. Es gibt so viele wirklich hässliche Puppen. Diese fand ich aber hübsch, sie hat auch wirklich nette Kleidung an. Vor allem hat sie nicht  gemüffelt. Weil bei Dingen vom Flohmarkt, die man nicht wirklich reinigen kann, muss der Geruchssinn doppelt und dreifach geschärft werden.

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Weiters wurde ein alter Bildersetzkasten erstanden. Die neuen sind ja entweder aus Plastik oder haben grausige Motive wie ich finde.

Nicht vorenthalten möcht ich euch auch dieses alte Memory, das ich ganz entzückend finde. Es ist kein Flohmarktfund, sondern wurde bei Töchterchens Papa alten Kindersachen entdeckt. Wir spielen damit zwar noch nicht richtiges Memory, aber ich frage Töchterchen: Wo ist der Hase? Wo ist der Schifahrer? Wo ist das Telefon? Letzteres finde ich besonders spannend, denn Töchterchen hat ein richtiges Wählscheibentelefon ja noch nie in ihrem Leben gesehen. Dennoch kann sie es richtig zuordnen.

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Das dürfte der intuitiven Leidenschaft von Frauen für Kommunikation zu verdanken sein!

Auf jeden Fall wird man mich demnächst wieder des öfteren auf Flohmärkten sehen. Auch alte Leidenschaften müssen hin und wieder gepflegt werden.

Sonntag, 15. November 2009

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh ...

Töchterchen, nun knapp über 21 Monate alt, scheint in die Fußstapfen von Carrie Bradshaw treten zu wollen.

Versteht mich nicht falsch. Das hat nichts mit Männern, New York, Cocktails oder sonstigen erwachsenen Beschäftigungen zu tun, sondern mit Schuhen.

Was den schuhbegeisterten Frauen der Welt die Manolo Blahniks sind, sind unserer Tochter die Patschen der Marke Bobux (wie ist die Mehrzahl, Bobuxe?). Vor einigen Wochen fing sie an, dass sie ihre Kindergartenpatschen nicht mehr ausziehen mochte. Argumente, die vom nassen und kalten Wetter handelten, waren ihr vollkommen gleichgültig. Erst als wir ihr versprachen, dass sie die Patschen mit nach Hause nehmen darf, zog sie diese aus. Um sie aber sogleich in die Hand zu nehmen, uns sie ab diesem Zeitpunkt wochenlang bei jedem Spaziergang mit sich zu tragen.

Letzte Woche war Laternenfest in ihrem Kindergarten. Zwischendurch hielten wir uns bei der Garderobe auf. Töchterchen steuerte auf einen Garderobenplatz zu, sagte wissend: "Patschen! Daniel!", entnahm Daniels Bobux seiner Schubox und brachte sie ihm. Woraufhin uns die Kleinkindbetreuerin erklärte, dass Töchterchen nach der Schlafenszeit (die Patschen sind derweil in einem Korb vor der Türe) allen Kindern ihre Bobuxe ausschüttelt, und mit wissendem Lächeln übergibt.

Nachfolgend Töchterchens heißgeliebtes, und  zugegebenermaßen sehr süßes Schuhmodell:

Mittwoch, 11. November 2009

Laternenfest

Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.
Mein Licht ist aus, wir geh’n nach Haus’
rabimmel, rabammel, rabumm

Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.
Ein Lichtermeer zur Marting Ehr’
rabimmel, rabammel, rabumm
Ein Lichtermeer zur Marting Ehr’
rabimmel, rabammel, rabumm

Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.
Der Martinsmann, der geht voran
rabimmel, rabammel, rabumm

Der Martinsmann, der geht voran
rabimmel, rabammel, rabumm

Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.
Wie schön es klingt, wenn jeder singt
rabimmel, rabammel, rabumm
Wie schön es klingt, wenn jeder singt
rabimmel, rabammel, rabumm

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